Eine Implantatbrücke ist ein festsitzender Zahnersatz, der nicht auf eigenen Zähnen, sondern auf zwei oder mehr Implantaten verankert ist. Sie eignet sich vor allem, wenn mehrere Zähne nebeneinander fehlen. Die gesunden Nachbarzähne müssen dafür nicht beschliffen werden.

Implantate sind künstliche Zahnwurzeln, die im Kieferknochen einheilen. Wie sie aufgebaut sind und welche weiteren Varianten es gibt, erklären wir auf unserer Seite zu Zahnimplantaten in Küsnacht. Hier geht es darum, wann eine Implantatbrücke sinnvoll ist und wie die Behandlung bei uns abläuft.

Wann ist eine Implantatbrücke sinnvoll?

Fehlen mehrere Zähne in einer Reihe, müsste man sonst entweder jede Lücke mit einem eigenen Implantat versorgen oder eine klassische Brücke an den Nachbarzähnen befestigen. Die Implantatbrücke liegt dazwischen: Einige Implantate tragen eine Brücke, die auch die Zähne dazwischen ersetzt.

Auch bei einem zahnlosen Kiefer kann eine Brücke auf mehreren Implantaten einen festen Zahnersatz ermöglichen, statt einer herausnehmbaren Prothese. Solche umfassenden Versorgungen planen wir im Rahmen einer Full-Mouth-Rekonstruktion.

Voraussetzungen und Alternativen

Damit die Implantate stabil einheilen, braucht es genügend Kieferknochen und entzündungsfreies Zahnfleisch. Eine bestehende Parodontitis behandeln wir vorher. Fehlt Knochen, kann ein Knochenaufbau nötig sein, was die Behandlung verlängert. Rauchen, ein schlecht eingestellter Diabetes oder bestimmte Medikamente können die Heilung erschweren.

Eine Implantatbrücke ist nicht für alle die beste Wahl. Brauchen die Nachbarzähne ohnehin Kronen, kann eine klassische Brücke sinnvoller sein; mehr dazu auf unserer Seite zu Zahnkronen und Brücken. Auch herausnehmbare Teil- oder Vollprothesen sind möglich. Sie sind weniger aufwendig, sitzen aber nicht so fest. Einen ausführlichen Vergleich finden Sie im Ratgeber Zahnimplantat oder Brücke.

Materialien: Implantat und Brücke

Bei den Materialien lohnt es sich, zwischen Implantat und Brücke zu unterscheiden. Die Implantate selbst bestehen meist aus Titan. Titan ist seit Jahrzehnten bewährt und wird in aller Regel sehr gut vertragen; echte Titanallergien sind selten. Nach dem Einsetzen verwächst der Knochen mit der Oberfläche des Implantats (Osseointegration).

Wer eine metallfreie Lösung wünscht, kann mit uns über Keramikimplantate aus Zirkondioxid sprechen. Sie sind jedoch weniger lange klinisch erprobt als Titan und nicht für jede Situation geeignet. Die Brücke, die auf den Implantaten sitzt, wird individuell angefertigt. Das Material wählen wir passend zu Ihrer Situation.

So gehen wir in unserer Praxis vor

  • Beratung und Befund: Wir untersuchen Zähne, Zahnfleisch und Knochen, besprechen Ihre Wünsche und zeigen Ihnen auch Alternativen auf.
  • Digitale 3D-Planung: Mit einer dreidimensionalen Röntgenaufnahme (DVT) und einem Intraoralscan planen wir Anzahl, Position und Winkel der Implantate. Wie das funktioniert, erklärt unser Ratgeber 3D-Scanning in der Zahnmedizin.
  • Implantation: Die Implantate werden nach dieser Planung mithilfe einer Bohrschablone gesetzt, meist unter örtlicher Betäubung. Wir verwenden vorwiegend Implantate von Straumann, ausserdem von Thommen, auf Wunsch auch CAMLOG.
  • Einheilung: Die Implantate verwachsen in der Regel innerhalb von mehreren Wochen bis einigen Monaten mit dem Knochen, nach einem Knochenaufbau dauert es länger. In dieser Zeit erhalten Sie bei Bedarf ein Provisorium.
  • Definitive Brücke: Nach der Einheilung wird die Brücke in unserem Partnerlabor StarDent oder in einem anderen spezialisierten Labor gefertigt und von uns eingesetzt.

Pflege und Nachsorge

Implantate bekommen keine Karies, doch Beläge können das umliegende Gewebe entzünden. Diese Periimplantitis kann im schlimmsten Fall zum Verlust eines Implantats führen. Neben dem Zähneputzen ist deshalb die Reinigung unter der Brücke und rund um die Implantate wichtig, zum Beispiel mit Interdentalbürstchen. Wir zeigen Ihnen, wie das bei Ihrer Brücke am besten gelingt.

Ebenso wichtig sind regelmässige Kontrollen und professionelle Zahnreinigungen in unserer Praxis. So lassen sich Probleme früh erkennen und behandeln.

Häufige Fragen

Wie viele Implantate braucht eine Implantatbrücke?

Mindestens zwei. Wie viele es genau sind, hängt davon ab, wie viele Zähne ersetzt werden, wie viel Knochen vorhanden ist und wie stark die Brücke beim Kauen belastet wird. Das legen wir bei der 3D-Planung gemeinsam mit Ihnen fest.

Ist die Behandlung schmerzhaft?

Die Implantate werden unter örtlicher Betäubung gesetzt, sodass Sie dabei in der Regel nichts spüren. Danach sind einige Tage Schwellung und Druckgefühl normal. Wenn Sie Angst vor der Behandlung haben, ist sie auf Wunsch auch unter Lachgas möglich. Mehr dazu auf unserer Seite für Angstpatienten.

Wie lange hält eine Implantatbrücke?

Bei guter Mundhygiene und regelmässigen Kontrollen kann eine Implantatbrücke viele Jahre halten. Eine Garantie gibt es nicht: Rauchen, Parodontitis und mangelnde Pflege erhöhen das Risiko für Komplikationen.

Was kostet eine Implantatbrücke?

Die Kosten hängen von der Anzahl der Implantate, einem allfälligen Knochenaufbau und der Grösse der Brücke ab. Auf Wunsch erstellen wir Ihnen vorab einen Kostenvoranschlag, auch zur Einreichung bei Ihrer Versicherung. Unsere Tarife finden Sie unter Taxpunktwerte.

Möchten Sie wissen, ob eine Implantatbrücke für Sie in Frage kommt? Vereinbaren Sie online einen Beratungstermin in unserer Praxis an der Seestrasse in Küsnacht.

Termin & Beratung

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Zahnarztpraxis Karamousli · Seestrasse 137 · 8700 Küsnacht