Keramikimplantate sind Zahnimplantate aus Zirkondioxid, einer sehr festen, zahnfarbenen Keramik. Sie sind metallfrei und können eine Alternative zu Titanimplantaten sein, etwa wenn Sie ausdrücklich eine Lösung ohne Metall wünschen oder im sichtbaren Frontbereich dünnes Zahnfleisch haben. Sie sind aber nicht für jede Situation geeignet und weniger lange klinisch erprobt als Titan.

In unserer Zahnarztpraxis in Küsnacht bieten wir sowohl Titan- als auch Keramikimplantate an. Welches Material zu Ihnen passt, besprechen wir in Ruhe vor dem Eingriff. Einen Überblick über alle Implantatarten, Voraussetzungen und Alternativen finden Sie auf unserer Seite Zahnimplantate in Küsnacht.

Was ist ein Keramikimplantat?

Wie jedes Zahnimplantat ist ein Keramikimplantat eine künstliche Zahnwurzel, die im Kieferknochen einheilt und danach eine Krone oder Brücke trägt. Umgangssprachlich spricht man auch von Zirkon- oder Zirkoniumimplantaten. Gemeint ist immer Zirkondioxid, eine Hochleistungskeramik, die auch für Kronen und Brücken verwendet wird.

Keramikimplantate sind häufig einteilig: Implantatkörper und Aufbau, auf dem später die Krone sitzt, bestehen aus einem Stück. Es gibt aber auch zweiteilige Systeme, bei denen der Aufbau separat befestigt wird, wie es bei Titanimplantaten üblich ist. Welche Variante in Frage kommt, hängt von der Lage der Lücke und dem Knochenangebot ab.

Keramik oder Titan: die Unterschiede

Titan ist seit Jahrzehnten der bewährte Standard in der Implantologie. Es wird vom Körper in aller Regel sehr gut vertragen; echte Titanallergien sind selten. Titanimplantate sind meist zweiteilig und bieten dadurch viele Möglichkeiten für die spätere Versorgung. Keramikimplantate bieten vor allem Vorteile bei Aussehen und Material:

  • Metallfrei: für Menschen, die bewusst auf Metall im Mund verzichten möchten
  • Zahnfarben: bei dünnem Zahnfleisch schimmert kein grauer Rand durch, was im Frontbereich ein Vorteil sein kann
  • Gut verträglich: Zirkondioxid gilt als körperverträgliches Material

Dem stehen Einschränkungen gegenüber:

  • Kürzere Erfahrung: Keramikimplantate sind weniger lange klinisch erprobt als Titanimplantate
  • Nicht für jede Situation: Je nach Knochenangebot und Art der Versorgung ist Titan die geeignetere Wahl
  • Schonung beim Einheilen: Bei einteiligen Implantaten ragt der Aufbau schon während der Einheilung in die Mundhöhle und muss vor Belastung geschützt werden

Die Kosten hängen in beiden Fällen von Ihrer Situation ab, etwa von der Anzahl der Implantate, einem möglichen Knochenaufbau und der Versorgung darauf.

Voraussetzungen und Risiken

Für ein Keramikimplantat gelten dieselben Voraussetzungen wie für jedes Implantat: genügend Kieferknochen und entzündungsfreies Zahnfleisch. Eine Parodontitis behandeln wir vorher, bei zu wenig Knochen kann ein Knochenaufbau nötig sein. Rauchen, ein schlecht eingestellter Diabetes oder bestimmte Medikamente können die Heilung erschweren.

Wie bei jedem Eingriff kann die Heilung länger dauern als erwartet, oder ein Implantat heilt nicht ein. Auch um Keramikimplantate kann sich das Gewebe durch Beläge entzünden (Periimplantitis). Gründliche Mundhygiene und regelmässige Kontrollen sind deshalb wichtig. Melden Sie sich bei Beschwerden nach dem Eingriff jederzeit bei uns.

So gehen wir in unserer Praxis vor

  • Beratung und Befund: Wir untersuchen Zähne, Zahnfleisch und Knochen, besprechen Ihre Wünsche und vergleichen mit Ihnen Keramik und Titan sowie Alternativen wie eine Brücke.
  • 3D-Planung: Mit einer dreidimensionalen Röntgenaufnahme und einem intraoralen Scan planen wir Position, Länge und Winkel des Implantats. Mehr dazu im Ratgeber 3D-Scanning in der Zahnmedizin.
  • Eingriff: Das Implantat wird nach dieser Planung mithilfe einer Bohrschablone unter örtlicher Betäubung gesetzt. Auf Wunsch ist eine Lachgassedierung möglich.
  • Einheilung: Das Implantat verwächst in der Regel innerhalb von mehreren Wochen bis einigen Monaten mit dem Knochen, nach einem Knochenaufbau dauert es länger. Bei Bedarf erhalten Sie in dieser Zeit ein Provisorium.
  • Definitive Versorgung: Die Krone wird in unserem Partnerlabor StarDent oder einem anderen spezialisierten Labor gefertigt. Das Material wählen wir passend zu Ihrer Situation.

Häufige Fragen

Ist ein Keramikimplantat besser als ein Titanimplantat?

Nicht grundsätzlich. Beide Materialien haben ihre Stärken. Titan ist länger erprobt und vielseitiger einsetzbar, Keramik ist metallfrei und zahnfarben. Welches Material für Sie sinnvoller ist, hängt von Ihrer Ausgangslage und Ihren Wünschen ab.

Ich habe Angst vor einer Titanallergie. Was nun?

Echte Titanallergien sind selten. Wenn Sie Bedenken haben oder grundsätzlich kein Metall möchten, sprechen Sie uns an. Ein Keramikimplantat kann dann eine Möglichkeit sein, sofern es zu Ihrer Situation passt.

Tut das Setzen eines Keramikimplantats weh?

Der Eingriff erfolgt unter örtlicher Betäubung, sodass Sie dabei in der Regel nichts spüren. Danach können für einige Tage Schmerzen oder Schwellungen auftreten. Bei Angst vor der Behandlung ist auf Wunsch Lachgas möglich; mehr dazu auf unserer Seite für Angstpatienten.

Was kostet ein Keramikimplantat?

Das hängt vom Einzelfall ab. Auf Wunsch erstellen wir Ihnen vorab einen Kostenvoranschlag, auch zur Einreichung bei Ihrer Versicherung. Unsere Tarife finden Sie unter Taxpunktwerte.

Möchten Sie wissen, ob ein Keramikimplantat für Sie in Frage kommt? Vereinbaren Sie online einen Beratungstermin in unserer Praxis an der Seestrasse in Küsnacht.

Termin & Beratung

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Zahnarztpraxis Karamousli · Seestrasse 137 · 8700 Küsnacht